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Patienteninformation zu Pioglit-Mepha 15/30/45:Mepha Pharma AG
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Eigensch.AbänderungKontraind.SchwangerschaftDos./Anw.Unerw.WirkungenGewöhnliche H.Zusammens.
PackungenSwissmedic-Nr.ZulassungsinhaberStand d. Info.

Pioglit-Mepha 15/30/45

Was ist Pioglit-Mepha und wann wird es angewendet?

Pioglit-Mepha Tabletten enthalten den Wirkstoff Pioglitazon, der die Insulinwirkung unterstützt und dadurch Ihren Blutzuckerspiegel kontrolliert, wenn Sie an Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) vom Typ 2 erkrankt sind. Diese Diabetesform tritt gewöhnlich erst im Erwachsenenalter auf und muss durch eine Ernährungsumstellung, körperliche Aktivität und manchmal medikamentös behandelt werden.
Pioglit-Mepha wird nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin zur Behandlung von Diabetes vom Typ 2 (Altersdiabetes oder nicht-insulinpflichtiger Diabetes) eingesetzt, wenn der Blutzuckerspiegel nicht durch eine Ernährungsumstellung und ausreichende körperliche Aktivität eingestellt werden kann und Metformin (ein anderes blutzuckersenkendes Arzneimittel) nicht geeignet ist. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird regelmässig alle 3 bis 6 Monate überprüfen, ob Pioglit-Mepha wirkt und ob Pioglit-Mepha die für Sie geeignete Behandlung darstellt.
Pioglit-Mepha kann in Verbindung mit einer Diät allein oder zusammen mit anderen blutzuckersenkenden Arzneimitteln wie orale Antidiabetika (z.B. Chlorpropamid, Glibenclamid, Gliclazid, Glibornurid, Glimepirid, Glipizid, Metformin) oder Insulin angewendet werden.

Was sollte dazu beachtet werden?

Zur Behandlung von Diabetes vom Typ 2 ist auch eine Ernährungskontrolle notwendig. Ihr Arzt oder Ihre Ärztin wird Ihnen raten, Ihre Kalorienzufuhr einzuschränken, abzunehmen und sich körperlich zu betätigen. Die Befolgung dieser Anweisungen ist wichtig, um sicherzustellen, dass die Wirksamkeit von PioglitMepha erhalten bleibt.
Wie bei allen anderen Arzneimitteln zur Behandlung des Diabetes sind unter der Therapie mit Pioglit-Mepha regelmässige Kontrollen des Blut- und Urinzuckerspiegels notwendig. Den Konsum von Alkohol sollten Sie während einer Diabetes-Behandlung meiden.

Wann darf Pioglit-Mepha nicht angewendet werden?

Wenn Sie bekanntermassen gegen den Wirkstoff Pioglitazon, andere ähnliche Substanzen (so genannte Thiazolidindione) oder einen der sonstigen Bestandteile der Tabletten allergisch sind.
Wenn Sie an Diabetes vom Typ 1 leiden (juveniler oder insulinabhängiger Diabetes; diese Diabetesform tritt in der Regel bereits in der Jugend auf und muss mit Insulininjektionen behandelt werden).
Wenn Sie an einer schweren Herzkrankheit leiden (Herzschwäche).
Bei Zuckerkrankheit mit Stoffwechselentgleisungen (diabetische Ketoazidose).
Wenn Sie an einer mittelschweren bis schweren Lebererkrankung leiden.
Wenn Sie schwanger sind oder stillen.
Bei Kindern und Jugendlichen.
Wenn Sie Blasenkrebs haben oder jemals gehabt haben.
Wenn Sie Blut im Urin haben und Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin das nicht untersucht hat.

Darf Pioglit-Mepha während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Arzneimittel wie Pioglit-Mepha dürfen in der Schwangerschaft nicht angewendet werden. Während der Schwangerschaft wird der Diabetes mit Insulin behandelt.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie schwanger sind oder eine Schwangerschaft planen, damit die Diabetesbehandlung auf Insulin umgestellt werden kann.
Während der Stillzeit darf Pioglit-Mepha nicht eingenommen werden.

Wie verwenden Sie Pioglit-Mepha?

Ihr Arzt oder Ihre Ärztin bestimmt die Dosierung. In der Regel beträgt die Dosis 1 Tablette Pioglit-Mepha 15 mg oder 1 Tablette Pioglit-Mepha 30 mg einmal täglich.
Die Einnahme erfolgt morgens mit etwas Flüssigkeit mit oder ohne Mahlzeit.
Falls notwendig, kann Ihr Arzt oder Ihre Ärztin die Dosis auf 1 Tablette Pioglit-Mepha 45 mg einmal täglich erhöhen.
Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin kann Ihnen Pioglit-Mepha auch in Kombination mit anderen blutzuckersenkenden Arzneimitteln zum Einnehmen oder mit Insulin verschreiben.
Wenn Sie einmal eine Dosis vergessen haben, sollten Sie die nächste Dosis einfach wie gewohnt einnehmen. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, um die vergessene Tablette nachzuholen.
Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Pioglit-Mepha haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Anwendung von Pioglit-Mepha, entweder alleine oder zusammen mit anderen Arzneimitteln gegen Diabetes eingenommen, auftreten:
Häufig: Herzinsuffizienz ist häufig bei Patienten unter Behandlung mit Pioglit-Mepha in Kombination mit Insulin aufgetreten. Symptome sind ungewöhnliche Kurzatmigkeit oder rasche Gewichtszunahme oder lokale Schwellungen (Ödeme). Wenn eines dieser Symptome bei Ihnen auftritt, insbesondere wenn Sie über 65 Jahre alt sind, konsultieren Sie sofort einen Arzt bzw. eine Ärztin. Infektionen der oberen Atemwege, Nasennebenhöhlenentzündung, Halsentzündung, Gewichtszunahme, Unterzuckerung, Kopfschmerzen, Kribbeln oder Taubheitsgefühl, Müdigkeit, Schlaflosigkeit, Sehstörungen, Schwellungen bedingt durch Flüssigkeitsansammlungen (Ödeme), Magen-Darm-Entzündung, Verdauungsstörungen, Zahnprobleme, Gelenk-, Muskel- oder Rückenschmerzen, Atemnot und Blut im Urin.
Gelegentlich: Blasenkrebs ist gelegentlich bei Patienten unter Behandlung mit Pioglit-Mepha aufgetreten. Anzeichen und Symptome umfassen Blut im Urin, Schmerzen beim Harnlassen oder plötzlicher Harndrang. Wenn Sie eines dieser Anzeichen oder Symptome beobachten, sprechen Sie sobald wie möglich mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin.
Appetitzunahme.
Selten: Herzschwäche.
Sehr selten: Leberfunktionsstörung.
Sehr selten kann verschwommenes Sehen oder Abnahme des Sehvermögens, vor allem auch nachts, aufgrund einer Schwellung oder Flüssigkeitsansammlung auftreten. Wenn diese Symptome oder andere Sehstörungen bei Ihnen zum ersten Mal auftreten oder wenn diese stärker werden, sollten Sie so schnell wie möglich Ihren Arzt oder Ihre Ärztin informieren.
Wenn Pioglit-Mepha zusammen mit anderen Arzneimitteln gegen Diabetes eingenommen wird, kann es häufiger zu einer Unterzuckerung kommen als mit Pioglit-Mepha allein (vor allem bei Kombination mit Insulin).
Falls Sie die genannten Nebenwirkungen bei sich feststellen, melden Sie diese bitte Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder Apothekerin.
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie ebenfalls Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Pioglit-Mepha soll ausserhalb der Reichweite von Kindern aufbewahrt werden.
Pioglit-Mepha Tabletten sind in der Originalpackung bei Raumtemperatur (15-25 °C) zu lagern.
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Pioglit-Mepha enthalten?

1 Tablette Pioglit-Mepha zu 15 mg, 30 mg resp. 45 mg enthält:
Pioglitazon 15 mg, 30 mg resp. 45 mg (als Pioglitazon-Hydrochlorid) und Hilfsstoffe.

Wo erhalten Sie Pioglit-Mepha? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.
Pioglit-Mepha 15 mg: 30 und 100 Tabletten.
Pioglit-Mepha 30 mg: 30und 100 Tabletten mit Zierbruchrille. Dürfen nicht geteilt werden.
Pioglit-Mepha 45 mg: 30 und 100 Tabletten.

Zulassungsnummer

62113 (Swissmedic).

Zulassungsinhaberin

Mepha Pharma AG, Basel.

Diese Packungsbeilage wurde im April 2012 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.

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