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Fachinformation zu Focetria:PaxVax Berna GmbH
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Fahrtücht.Unerw.WirkungenÜberdos.Eigensch.Pharm.kinetikPräklin.Sonstige H.Swissmedic-Nr.
PackungenReg.InhaberStand d. Info. 

Zusammensetzung

Focetria ist ein Influenzapandemie-Impfstoff (Oberflächenantigen, inaktiviert, mit MF59C.1 adjuvantiert).
Wirkstoff
Influenzavirus-Oberflächenantigen* (Hämagglutinine** und Neuroaminidase inaktiviert) vom Stamm A/California/7/2009 (H1N1)v-ähnlicher Stamm (X-181).
* in Eiern gezüchtet.
** in Mikrogramm Hämagglutinin ausgedrückt.
Adjuvans
Der Impfstoff enthält MF59C.1 als Adjuvans, bestehend aus Squalen (9,75 mg), Polysorbat 80 (1,175 mg), Sorbitantrioleat (1,175 mg).
Jede Dosis enthält zudem folgende Hilfsstoffe
Natriumchlorid, Kaliumchlorid, Kaliumdihydrogenphosphat, Dinatriumhydrogenphosphatdihydrat, Magnesiumchloridhexahydrat, Kalziumchloriddihydrat, Natriumcitrat, Zitronensäure und Wasser für Injektionszwecke.
Die Mehrdosenbehältnisse enthalten zusätzlich Thiomersal als Konservierungsmittel.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Suspension zur i.m. Injektion, milchigweiss mit 7,5 µg/0.5 ml pro Dosis

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Influenza-Prophylaxe bei einer offiziell ausgerufenen Pandemie. Der Influenzapandemie-Impfstoff sollte bei Kindern von 6 Monaten – 17 Jahren und Erwachsenen nur gemäss den offiziellen Empfehlungen des BAG eingesetzt werden.

Dosierung/Anwendung

Die Dosierungsempfehlungen berücksichtigen die vorhandenen Daten aus laufenden klinischen Studien bei gesunden Probanden, von denen die meisten eine Einzeldosis von Focetria (H1N1) erhielten, sowie aus klinischen Studien bei gesunden Probanden, denen zwei Dosen einer Version von Focetria mit HA vom Stamm A/Vietnam/1194/2004 (H5N1) verabreicht wurden.
Für einige Altersgruppen liegen nur begrenzte Daten (Erwachsene über 60 Jahre) bzw. keine Daten (Kinder unter 6 Monaten) mit einer bzw. beiden Versionen von Focetria vor, wie in den Abschnitten «Unerwünschte Wirkungen» und «Eigenschaften/Wirkungen» dargelegt wird.
Dosierung
·Erwachsene (18-60 Jahre): 1 Dosis von 0.5 ml zu einem beliebigen Zeitpunkt.
Die Immunogenitätsdaten, die drei Wochen nach der Verabreichung von Focetria (H1N1) in klinischen Studien erfasst wurden, lassen vermuten, dass eine Einzeldosis ausreichend sein kann.
Wenn eine zweite Dosis verabreicht wird, sollten zwischen der ersten und zweiten Dosis mindestens drei Wochen verstreichen.
·Ältere Personen (über 60 Jahre): Eine Dosis von 0.5 ml zu einem beliebigen Zeitpunkt. Eine zweite Impfstoffdosis sollte frühestens nach drei Wochen verabreicht werden (siehe Abschnitt «Eigenschaften/Wirkungen»).
·Kinder und Jugendliche zwischen 9 und 17 Jahren: Eine Dosis von 0.5 ml zu einem beliebigen Zeitpunkt.
Die Immunogenitätsdaten, die drei Wochen nach der Verabreichung von Focetria (H1N1) in klinischen Studien erfasst wurden, lassen vermuten, dass eine Einzeldosis ausreichend sein kann.
Wenn eine zweite Dosis verabreicht wird, sollten zwischen der ersten und zweiten Dosis mindestens drei Wochen verstreichen.
·Kinder zwischen 3 und 8 Jahren: Eine Dosis von 0.5 ml zu einem beliebigen Zeitpunkt.
Vorläufige Immunogenitätsdaten von einer begrenzten Zahl von Kindern zeigen eine weitere Immunantwort auf eine zweite 0.5 ml-Dosis, die nach Ablauf von drei Wochen verabreicht wurde.
Bei der Verabreichung einer zweiten Dosis sollten die in Abschnitt «Eigenschaften/Wirkungen» angeführten Informationen berücksichtigt werden.
·Kinder zwischen 6 und 35 Monaten: Eine Dosis von 0.5 ml zu einem beliebigen Zeitpunkt. Eine zweite Impfstoffdosis sollte frühestens nach drei Wochen verabreicht werden.
Kinder unter 6 Monaten:
Die Impfung wird für diese Altersgruppe derzeit nicht empfohlen. Bitte beachten Sie die jeweils aktuelle Information zur Studienlage, die auf der Swissmedic Homepage publiziert wird.
Personen, die eine erste Dosis Focetria erhalten, sollten die Immunisierung mit Focetria vollständig abschliessen (siehe Abschnitt «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
Anwendung
Der Impfstoff sollte durch intramuskuläre Injektion vorzugsweise in den Deltamuskel oder (je nach Muskelmasse) in den anterolateralen Oberschenkelmuskel verabreicht werden. (Siehe auch «Hinweise zur Handhabung»).

Kontraindikationen

Anamnese mit anaphylaktischen (d.h. lebensbedrohlichen) Reaktionen gegen irgendeinen Bestandteil (inkl. Thiomersal bei Verwendung des Mehrdosenbehältnis) oder Restbestandteile (Ei- und Hühnerprotein, Ovalbumin, Kanamycin und Neomycinsulfat, Formaldehyd und Cetyltrimethylammoniumbromid [CTAB]) in diesem Impfstoff. Wenn eine Impfung als notwendig erachtet wird, sollten Einrichtungen zur Wiederbelebung im Bedarfsfall sofort verfügbar sein.
Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen für die Anwendung siehe Abschnitt «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen».

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Bei Verabreichung dieses Impfstoffes bei Personen mit bekannter Überempfindlichkeit (im Unterschied zu anaphylaktischen Reaktionen) gegen den Wirkstoff, einen der sonstigen Bestandteile (inkl. Thiomersal bei Verwendung des Mehrdosenbehältnis) oder einen Restbestandteil (Eier, Hühnerproteine, Ovalbumin, Kanamycin und Neomycinsulfat, Formaldehyd und Cetyltrimethylammoniumbromid (CTAB)) ist besondere Vorsicht geboten.
Wie bei allen injizierbaren Impfstoffen muss dafür gesorgt sein, dass für den Fall seltener anaphylaktischer Nebenwirkungen nach Verabreichung des Impfstoffes eine entsprechende medizinische Behandlung und Überwachung sofort verfügbar sind.
Falls die pandemische Situation dies zulässt, sollte die Immunisierung bei Patienten mit schweren fieberhaften Erkrankungen oder akuten Infektionen verschoben werden.
Focetria darf unter keinen Umständen intravaskulär verabreicht werden.
Es liegen keine Daten zur subkutanen Verabreichung von Focetria vor. Daher müssen von den Verantwortlichen im Gesundheitswesen der Nutzen und die potenziellen Risiken einer Verabreichung des Impfstoffs an Personen mit Thrombozytopenie oder anderen Blutungsstörungen eingeschätzt werden, bei denen eine intramuskuläre Injektion kontraindiziert ist, ausser der potenzielle Nutzen überwiegt das Blutungsrisiko.
Die Antikörperbildung kann bei Patienten mit endogener oder iatrogener Immunsuppression unzureichend sein.
Möglicherweise wird nicht bei allen Geimpften eine schützende Immunantwort hervorgerufen (siehe «Eigenschaften/Wirkungen»)
Im Falle, dass eine zweite Dosis verabreicht werden muss, ist zu beachten, dass keine Sicherheits- Immunogenitäts- oder Wirksamkeitsdaten vorliegen, die die Austauschbarkeit von Focetria mit anderen H1N1-Pandemie-Impfstoffen unterstützen.
Die Erfahrungen mit Focetria bei Patienten, die an manifesten Autoimmunerkrankungen leiden sind noch beschränkt. Es gibt einzelne entsprechende Untersuchungen, die keine Sicherheitssignale gezeigt haben. Es ist nicht ausgeschlossen, dass es durch das Adjuvans in Kombination mit den Antigenen zu einer Verstärkung der Autoimmunerkrankung kommen kann. Bei Patienten mit florider, schwerer Autoimmunerkrankung wird von einer Impfung abgeraten. Bei anderen Autoimmunerkrankungen muss der behandelnde Arzt nach entsprechender expliziter Impfempfehlung des BAG die möglichen Vor- und Nachteile einer Impfung sorgfältig abwägen.
Auch bei Patienten, die wegen Organtransplantation unter medikamentöser Immunsuppression stehen, ist die Erfahrung beschränkt. Es gibt einzelne entsprechende Untersuchungen, die keine Sicherheitssignale gezeigt haben. Es gibt seltene Spontanmeldungen über (meist reversibel) Transplantatabstossungen nach der Impfung, aber ein Kausalzusammenhang ist nicht bestätigt. Bei solchen Patienten ist vor und nach der Impfung die Immunsuppression besonders sorgfältig zu kontrollieren.
Meldung vermuteter unerwünschter Arzneimittelwirkungen
Die geimpften Personen sind zu instruieren, sich bei vermuteten ungewöhnlichen unerwünschten Arzneimittelwirkungen des Pandemieimpfstoffs A/H1N1 an eine Fachperson zu wenden. Schwerwiegende oder nicht in der Fachinformation aufgeführte unerwünschte Arzneimittelwirkungen sind durch die Ärzte oder Apotheker an ein regionales Pharmacovigilancezentrum zu melden.

Interaktionen

Die vorliegenden Daten zur gleichzeitigen Verabreichung von Focetria (H1N1) mit nicht-adjuvantiertem saisonalen Untereinheiten-Influenza-Impfstoff an gesunde Erwachsene zwischen 18 und 60 Jahren gaben keine Hinweise auf eine Beeinträchtigung der Immunantwort auf Focetria. Die Immunantwort auf die saisonalen Antigene war zufriedenstellend.
Die gemeinsame Verabreichung war nicht mit höheren Raten von lokalen und systemischen Reaktionen im Vergleich zur alleinigen Gabe von Focetria verbunden.
Dieselbe Studie zeigte, dass die vorherige Verabreichung von adjuvantierten und nicht-adjuvantierten saisonalen Influenzaimpfstoffen an Erwachsene und ältere Personen die Immunantwort auf Focetria nicht beeinträchtigt.
Diese Daten lassen darauf schliessen, dass Focetria gleichzeitig mit nicht-adjuvantierten saisonalen Influenzaimpfstoffen verabreicht werden kann (wobei die Impfstoffe in verschiedene Gliedmassen injiziert werden sollten).
Zur gleichzeitigen Verabreichung von Focetria mit anderen Impfstoffen liegen keine Daten vor.
Falls die gleichzeitige Verabreichung mit einem anderen Impfstoff in Erwägung gezogen wird, sollten die Impfungen jedoch an verschiedenen Gliedern durchgeführt werden. Hierbei ist zu beachten, dass die Nebenwirkungen verstärkt auftreten können.
Nach der Influenzaimpfung können bei serologischen Tests auf Basis der ELISA-Methode zum Nachweis von Antikörpern gegen HIV-1, Hepatitis C und vor allem HTLV-1 falsch positive Ergebnisse auftreten. In solchen Fällen fällt ein Test nach der Western-Blot-Methode negativ aus. Diese vorübergehend falsch positiven Ergebnisse können auf eine IgM-Produktion als Reaktion auf die Impfung bedingt sein.

Schwangerschaft/Stillzeit

Daten bezüglich der Impfung mit Focetria oder anderen MF59 adjuvantierten Impfstoffen während der Schwangerschaft und Stillzeit liegen nicht vor.
Der behandelnde Arzt muss nach entsprechender expliziter Impfempfehlung für Schwangere und Stillende durch das BAG die möglichen Vor- und Nachteile einer Impfung während der Schwangerschaft und Stillzeit abwägen.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Einige der in Kapitel «Unerwünschte Wirkungen» von Focetria können Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen haben. Siehe Kapitel «Unerwünschte Wirkungen».

Unerwünschte Wirkungen

Klinische Studien
Die gemeldeten Nebenwirkungen sind nach der Häufigkeit ihres Auftretens aufgeführt:
Sehr häufig (≥1/10).
Häufig (≥1/100 bis <1/10).
Gelegentlich (≥1/1.000 bis <1/100).
Selten (≥1/10.000, <1/1.000).
Sehr selten (<1/10.000).
Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad angegeben:
Erwachsene und ältere Personen
In einer noch laufenden klinischen Studie erhielten 134 Erwachsene und 123 ältere Patienten eine 7,5 µg-Dosis des pandemischen (H1N1) Impfstoffs Focetria. Das Sicherheitsprofil von Focetria glich jenem der H5N1-Muster-Impfstoffe. Die meisten Reaktionen waren von leichter Natur und kurzer Dauer. Die Häufigkeit von Symptomen, die bei über 60jährigen Probanden beobachtet wurden, war generell geringer als bei der 18-60jährigen Population
Sehr häufig: Schmerzen, Verhärtungen und Erythem, Muskelschmerzen, Kopfschmerzen, Schwitzen und Erschöpfung.
In klinischen Studien mit verschiedenen Formulierungen (H5N3, H9N2 und H5N1) wurden ca. 3400 Probanden mit dem Muster- Impfstoff geimpft.
Die meisten Reaktionen waren von leichter Natur, kurzer Dauer und qualitativ ähnlich den durch herkömmliche, saisonale Influenzaimpfstoffe hervorgerufenen Reaktionen. Es ist weithin akzeptiert, dass es aufgrund des Adjuvans, das zur Steigerung der Immunogenität dient, etwas häufiger zu Lokalreaktionen (meist leichten Schmerzen) kommt als bei herkömmlichen Influenzaimpfstoffen ohne Adjuvans. Nach der zweiten Impfung traten im Vergleich zur ersten Applikation weniger Reaktionen auf.
Die in klinischen Studien mit dem Muster-Impfstoff aufgetretenen Nebenwirkungen sind nachstehend aufgeführt (weitere Informationen zu Muster-Impfstoffen und Focetria siehe im Kapitel «Eigenschaften/Wirkungen»).
Bei den über 60-jährigen Probanden traten im Vergleich mit der Gruppe der 18 bis 60-jährigen weniger Nebenwirkungen auf.
Erkrankungen des Nervensystems
Sehr häufig: Kopfschmerzen
Selten: Krämpfe
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Häufig: Schwitzen
Gelegentlich: Urtikaria
Selten: geschwollene Augen
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
Sehr häufig: Myalgie
Häufig: Arthralgie
Gastrointestinale Störungen
Häufig: Übelkeit
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
Sehr häufig: Schwellungen, Schmerzen, Verhärtungen und Rötungen an der Injektionsstelle, Erschöpfung, allgemeines Krankheitsgefühl und Frösteln
Häufig: Ekchymose an der Injektionsstelle und Fieber
Gelegentlich: grippeartige Symptome
Selten: anaphylaktische Reaktionen
Die meisten Reaktionen klingen im Allgemeinen innerhalb von 1–2 Tagen ohne Behandlung wieder ab.
Kinder und Jugendliche zwischen 6 Monaten und 17 Jahren
Klinische Prüfungen mit Focetria (H1N1)
Vorläufige Sicherheitsdaten nach der Verabreichung der ersten Dosis an Kinder und Jugendliche weisen darauf hin, dass das Sicherheitsprofil mit jenem für den H5N1-Muster-Impfstoff vergleichbar ist.
Daten von 95 Kindern und Jugendlichen zwischen 9 und 17 Jahren, die die 7,5 µg Formulierung erhielten, zeigten, dass in der Woche nach der Erstimmunisierung 67% der Probanden über mindestens eine Nebenwirkung irgendwelcher Art, 60% der Probanden über lokale Reaktionen an der Injektionsstelle und 38% der Probanden über systemische Reaktionen berichteten. Daten von 87 Kindern im Alter von 3 bis 8 Jahren, die die 7,5 µg Formulierung erhielten, zeigten, dass in der Woche nach der Erstimmunisierung 67% der Probanden über mindestens eine Nebenwirkung irgendwelcher Art, 56% der Probanden über lokale Reaktionen an der Injektionsstelle und 34% der Probanden über systemische Reaktionen berichteten.
Sehr häufige Reaktionen, die bei Kindern und Jugendlichen zwischen 3 und 17 Jahren beobachtet wurden:
Schmerzen, Verhärtungen und Erythem, allgemeines Krankheitsgefühl, Muskelschmerzen, Kopfschmerzen und Erschöpfung.
Über Fieber (≥38°C) wurde bei 2% der 9 bis 17jährigen Probanden und bei 5% der 3 bis 8jährigen berichtet. Bei keinem dieser Probanden stieg das Fieber auf ≥40°C an.
Die Daten bei Kindern und Jugendlichen zwischen 3 und 17 Jahren deuten auf eine leichte Verringerung der Reaktogenität nach der zweiten Dosis hin, ohne dass es dabei zu einer Zunahme der Fieberhäufigkeit kam.
Klinische Prüfungen mit dem H5N1-Muster-Impfstoff
Bei 471 Kindern im Alter von 6 Monaten bis 17 Jahren wurde eine Studie mit einem MF59C.1-adjuvantierten H5N1-Impfstoff durchgeführt. Im Abstand von drei Wochen wurden zwei Dosen des Impfstoffes mit dem Stamm H5N1 (A/Vietnam/1194/2004) in der Dosierung 7,5 μg Hämagglutinin [HA]/Dosis mit MF59C.1-Adjuvans verabreicht. Auch die Auswirkungen einer Auffrischungsdosis 12 Monate nach der zweiten Dosis wurden untersucht.
Während der Woche nach Verabreichung des Impfstoffs wurden die lokale und systemische Reaktogenität überwacht. Lokale Reaktionen traten in allen Altersgruppen nach der zweiten oder dritten Verabreichung- häufiger auf als nach der ersten Impfung.
Die meisten systemischen Reaktionen wurden innerhalb von 3 Tagen nach der Impfung festgestellt, waren vorübergehend und leichter bis mittelschwerer Natur.
In diesen Altersgruppen war die Häufigkeit von Nebenwirkungen je Dosis höher als bei den Erwachsenen oder älteren Personen. Ausserdem wurde hier eine höhere Frequenz von Fieber >39,0° C beobachtet.
Sehr häufige systemische Nebenwirkungen nach der Impfung waren in der Altersgruppe von 6–35 Monaten Erregbarkeit, ungewöhnliches Schreien, Schläfrigkeit, Durchfall und veränderte Essgewohnheiten. Bei Kindern traten als systemische Erscheinungen sehr häufig Kopfschmerzen und Müdigkeit auf. Bei den Jugendlichen beobachtete man sehr häufig: Unwohlsein, Muskelschmerzen, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schwitzen, Übelkeit, Schüttelfrost.
Prozentanteile der Probanden mit erwünschten und unerwünschten Reaktionen:

 

Injektion 1

Injektion 2

Kleinkinder (6 bis 35 Monate)

N=145

N=138

Lokal

47%

46%

Systemisch

59%

51%

Fieber ≥38°C/≥39°C/≥40°C

7%/1%/0%

12%/3%/0%

Sonstige Nebenwirkungen

54%

49%

Kinder (3 bis 8 Jahre)

N=96

N=93

Lokal

66%

58%

Systemisch

32%

33%

Fieber ≥38°C/≥39°C/≥40°C

4%/1%/0%

2%/0%/0%

Sonstige Nebenwirkungen

36%

31%

Jugendliche (9 bis 17 Jahre)

N=93

N=91

Lokal

81%

70%

Systemisch

69%

52%

Fieber ≥38°C/≥39°C/≥40°C

0%/0%/0%

1%/0%/0%

Sonstige Nebenwirkungen

30%

27%

Diese unerwünschten Wirkungen wurden in einem zeitlichen Zusammenhang mit adjuvantierten pandemischen Grippeimpfstoffen beobachtet, ein Kausalzusammenhang mit der Verabreichung des Impfstoffes ist nicht belegt.
Anwendungsbeobachtung nach der Markteinführung
Focetria (H1N1)
Zusätzlich zu den in den klinischen Studien berichteten Nebenwirkungen wurde nach der Markteinführung über folgende unerwünschte Reaktionen mit Focetria H1N1 berichtet:
Infektionen
Herpes zoster
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Generalisierte Hautausschläge mit Juckreiz, Urtikaria oder unspezifische Ausschläge: Angioödem, schwere Hautreaktionen, z.B. Hautexfoliation.
Gastrointestinale Störungen
Gastrointestinale Störungen wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall.
Erkrankungen des Nervensystems
Kopfschmerzen, Schwindelgefühl, Schläfrigkeit, Ohnmachtsanfälle. Neurologische Störungen wie Synkope, Neuralgie, Parästhesien, Konvulsionen, Fieber, Krämpfe, Enzephalomyelitis, Neuritis und Guillain-Barré-Syndrom. Einzelfälle von Auslösen eines Schubes oder von Neuauftreten von multipler Sklerose.
Skelettmuskulatur, Bindegewebs- und Knochenstörungen
Schwere Myalgie, Arthritis (in Einzelfällen rheumatoide Arthritis).
Erkrankungen des Immunsystems
Anaphylaxie, allergische Reaktionen, anaphylaktische Reaktionen, wie Dyspnoe, Bronchospasmus, laryngeales Ödem, die in seltenen Fällen zu Schock führen, vorübergehende Thrombozytopenie, Vaskulitis.
Da es sich um Spontanmeldungen handelt, kann die Häufigkeit nicht abgeschätzt werden und ist deshalb unbekannt.
Ausserdem wurde nach der Markteinführung von saisonalen trivalenten Impfstoffen für alle Altersgruppen und des MF59-adjuvantierten saisonalen trivalenten Impfstoffs mit ähnlicher Zusammensetzung wie Focetria (Oberflächenantigen, inaktiviert, mit MF59C.1-Adjuvans), zugelassen für Personen ab 65 Jahre, in Anwendungsbeobachtungen über folgende Nebenwirkungen berichtet:
Selten:
Vorübergehende Thrombozytopenie.
Sehr selten:
Vaskulitis mit einer vorübergehenden renalen Beteiligung und exsudatives Erythema multiforme.
Neurologische Störungen wie Enzephalomyelitis und Guillain-Barré-Syndrom.
Thiomersal
Dieses Arzneimittel (nur Mehrdosenbehälter) enthält Thiomersal (eine organische Quecksilberverbindung) als Konservierungsmittel und könnte dadurch Überempfindlichkeitsreaktionen auslösen.

Überdosierung

Es wurden keine Fälle von Überdosierung berichtet.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: J07BB02
Dieses Arzneimittel wurde auf Grund präliminären Daten zugelassen. Bitte beachten Sie die jeweils aktuelle Information zur Studienlage, die auf der Swissmedic Homepage publiziert wird.
Muster-Impfstoffe enthalten Influenza-Antigene, die sich von jenen in den derzeit zirkulierenden Influenzaviren unterscheiden. Diese Antigene können als «neue» Antigene angesehen werden und simulieren eine Situation, in der die Zielpopulation für die Impfung immunologisch naiv ist.
Die mit einem Muster-Impfstoff erhaltenen Daten dienen zur Entwicklung einer Impfstrategie, die wahrscheinlich für den pandemischen Impfstoff verwendet wird: mit Muster-Impfstoffen gewonnene klinische Immunogenitäts-, Sicherheits- und Reaktogenitätsdaten sind relevant für die pandemischen Impfstoffe.
Klinische Studien mit Focetria (H1N1) liefern zur Zeit:
·Vorliegende Sicherheits- und Immunogenitätsdaten, die drei Wochen nach Verabreichung von einer oder zwei Dosen von Focetria (H1N1) an gesunde Kinder und Jugendliche zwischen 3 und 17 Jahren sowie an gesunde Erwachsene und ältere Personen erfasst wurden.
Klinische Studien, in denen eine Version von Focetria mit Hämagglutinin vom Stamm A/Vietnam/1194/2004 (H5N1) am Tag 1 und am Tag 22 verabreicht wurde, liefern:
·Sicherheits- und Immunogenitätsdaten bei gesunden Kindern und Jugendlichen zwischen 6 Monaten und 17 Jahren sowie bei Erwachsenen und älteren Personen.
Immunantwort auf Focetria (H1N1)
Studien bei Erwachsenen und älteren Personen
Die Immunogenitätsergebnisse mit einer Einzeldosis von 7,5 µg des pandemischen (H1N1) Impfstoffs Focetria aus der noch laufenden klinischen Prüfung bei Erwachsenen und älteren Personen sind nachstehend angegeben.
Die Seroprotektionsrate*, die Serokonversionsrate* und der Serokonversionsfaktor** in Bezug auf Anti-HA-Antikörper gegen A/H1N1 wurden bei Erwachsenen und älteren Personen mit Hilfe des Hämagglutinationshemmtests (HAH) bestimmt und sind aus untenstehender Tabelle ersichtlich.

Anti-HA-Antikörper

Erwachsene (18-60 Jahre)

Ältere Personen (>60 Jahre)

 

Insgesamt
N=132

Seronegative
Ausgangswerte
N=50

Insgesamt
N=122

Seronegative
Ausgangswerte
N=27

Seroprotektionsrate
(Tag 22)

96% (95%-KI: 91-99)

98% (95%-KI: 89-100)

72% (95%-KI: 63-80)

56% (95%-KI: 35-75)

Geometrisches Mittel (GMR)
(Tag 22 bis 1)

18 (95%-KI: 13-24)

65 (95%-KI: 41-103)

4 (95%-KI: 3,12-5,13)

9,58 (95%-KI: 5,86-16

Serokonversion oder signifikanter Anstieg(Tag 22)

88 % (95%-KI: 81-93)

98% (95%-KI: 89-100)

43% (95%-KI: 34-52)

56% (95%-KI: 35-75)

* gemessen mit dem HAH
** geometrische Mittelwerte des HAH
Der Anteil der seronegativen älteren Probanden, die nach einer Dosis Focetria eine Seroprotektion zeigten, betrug 56%, während 77% der seropositiven Probanden eine Seroprotektion aufwiesen. Die Serokonversionsrate belief sich bei seropositiven Probanden auf 39%.
Studien bei Kindern
Bei Kindern und Jugendlichen zwischen 9 und 17 Jahren wurden nach einer Einzeldosis von 7,5 µg Focetria die Seroprotektionsrate*, die Serokonversionsrate* und der Serokonversionsfaktor** in Bezug auf Anti-HA-Antikörper gegen H1N1 mittels Hämagglutinationshemmtest (HAH) bestimmt und sind nachstehend angegeben:

Anti-HA-Antikörper

Kinder und Jugendliche (9-17 Jahre)

 

Insgesamt
N=94^

Seronegative Ausgangswerte
N=54

Seroprotektionsrate (Tag 22)

97% (95% KI: 91-99)

94% (95% KI: 85-99)

Geometrisches Mittel (GMR) (Tag 22 bis 1)

59 (95% KI: 38-91)

90 (95% KI: 53-153)

Serokonversion oder signifikanter Anstieg (Tag 22)

95% (95% KI: 88-98)

94% (95% KI: 85-99)

* gemessen mit dem HAH
** geometrische Mittelwerte des HAH
^ Aus derselben Studie werden zusätzliche Daten zur Verfügung gestellt werden.
Die verfügbaren Daten zu den Reaktionen auf eine zweite Dosis, die nach Ablauf von drei Wochen verabreicht wurde, zeigten einen Anstieg der Gesamt-GMT von 718 auf 972 (N=82) und einen Anstieg der GMT von 457 auf 790 bei Kindern mit seronegativen Ausgangswerten (N=48).
Die Seroprotektionsrate*, die Serokonversionsrate* und der Serokonversionsfaktor** in Bezug auf Anti-HA-Antikörper gegen H1N1 wurden bei Kindern zwischen 3 und 8 Jahren nach einer Einzeldosis von 7,5 µg Focetria mit Hilfe des Hämagglutinationshemmtests (HAH) bestimmt und sind nachstehend angegeben:

Anti-HA-Antikörper

Kinder (3-8 Jahre)

 

Insgesamt
N=85

Seronegative
Ausgangswerte
N=59

Seroprotektionsrate (Tag 22)

100% (95% KI: 96-100)

100% (95% KI: 94-100)

Geometrisches Mittel (GMR) (Tag 22 bis 1)

29 (95% KI: 19-44)

44 (95% KI: 30-65)

Serokonversion oder signifikanter Anstieg (Tag 22)

99% (95% KI: 94-100)

100% (95% KI: 94-100)

Begrenzte Daten, die zu den Reaktionen auf eine zweite Dosis, die nach Ablauf von drei Wochen verabreicht wurde, vorliegen, zeigen einen Anstieg der Gesamt-GMT von 281 auf 667 (N=41) und einen Anstieg der GMT von 218 auf 733 bei Kindern mit seronegativen Ausgangswerten (N=30).
Immunantwort auf den H5N1-Muster-Impfstoff
Studien bei Erwachsenen und älteren Personen
Bei 486 gesunden, erwachsenen Freiwilligen wurde eine Studie mit einem MF59C.1-adjuvantierten H5N1-Impfstoff durchgeführt. Im Abstand von drei Wochen wurden zwei Dosen des Impfstoffes mit dem Stamm H5N1 (A/Vietnam/1194/2004) in einer Dosierung 7,5 μg Hämagglutinin [HA]/Dosis mit MF59C.1-Adjuvans verabreicht.
Bei Erwachsenen wurden die Seroprotektionsrate*, die Serokonversionsrate* und der Serokonversionsfaktor** in Bezug auf Anti-HA-Antikörper gegen H5N1 A/Vietnam/1194/2004 mittels SRH (single radial hemolysis) bestimmt und sind nachstehend angegeben:

Anti-HA-Antikörper

21 Tage nach der 1. Dosis

21 Tage nach der 2. Dosis

Seroprotektionsrate

41% (95%-KI: 33–49)

86% (95%-KI: 79–91)

Serokonversionsrate

39% (95%-KI: 31–47)

85% (95%-KI: 79–91)

Serokonversionsfaktor

2,42 (2,02–2,89)

7,85 (6,7–9,2)

* gemessen mit SRH ≥ 25 mm2
** geometrische Mittelwerte des SRH
Bei Probanden über 60 Jahre wurden die Seroprotektionsrate*, die Serokonversionsrate* und der Serokonversionsfaktor** in Bezug auf Anti-HA-Antikörper gegen H5N1 A/Vietnam/1194/2004 mittels SRH (single radial hemolysis) bestimmt und sind nachstehend angegeben:

Anti-HA-Antikörper

21 Tage nach der 1. Dosis

21 Tage nach der 2. Dosis

Seroprotektionsrate

53% (95%-KI: 42–64)

81% (95%-KI: 71–89)

Serokonversionsrate

45% (95%-KI: 34–56)

71% (95%-KI: 60–81)

Serokonversionsfaktor

2,85 (2,22–3,66)

5,02 (3,91–6,45)

* gemessen mit SRH ≥ 25 mm²
** geometrische Mittelwerte des SRH
Die in begrenztem Umfang zur Verfügung stehenden Daten zur Persistenz von Antikörpern bei älteren Personen, die mit dem H5N1-Muster-Impfstoff immunisiert worden waren, zeigten nach sechs Monaten bei bis zu 50% der Probanden eine Seroprotektion.
Kreuzreaktivität hochpathogener Varianten von A/Vietnam/1194/2004 (H5N1) bei Probanden ab 18 Jahren.
Immunogenitätsanalysen wurden für Influenza A/H5N1/turkey/Turkey/05 (NIBRG23; Stamm 2.2) mit HI, SRH und MN sowie für Influenza A/H5N1/Indonesien (Stamm 2.1) mit HI und MN an 3 Wochen nach der zweiten Impfung (Tag 43) und an 3 Wochen nach der Auffrischungsimpfung (Tag 223) entnommenem Serum durchgeführt.
In beiden Altersgruppen stiegen die Immunantworten auf die heterologen Stämme nach der Auffrischungsimpfung mit dem Muster-Impfstoff in allen verwendeten Assays stark an.
Studien bei Kindern
Bei 471 Kindern im Alter von 6 Monaten bis 17 Jahren wurde eine Studie mit einem MF59C.1-adjuvantierten H5N1-Impfstoff durchgeführt. Im Abstand von drei Wochen wurden zwei Dosen des Impfstoffes mit dem Stamm H5N1 (A/Vietnam/1194/2004) in der Dosierung 7,5 μg Hämagglutinin [HA]/Dosis mit MF59C.1-Adjuvans verabreicht.
Bei Kleinkindern im Alter von 6 bis 35 Monaten wurden die Seroprotektionsrate*, die Serokonversionsrate* und der Serokonversionsfaktor** in Bezug auf Anti-HA-Antikörper gegen H5N1 A/Vietnam/1194/2004 mittels SRH (single radial hemolysis) bestimmt und sind nachstehend angegeben:

Anti-HA-Antikörper

21 Tage nach der 1. Dosis

21 Tage nach der 2. Dosis

Seroprotektionsrate

47% (KI: 38-55)

100% (KI: 97-100)

Serokonversionsrate

44% (KI: 36-53)

98% (KI: 95-100)

Serokonversionsfaktor

2,67 (2,24-3,18)

16 (14-18)

* gemessen mit SRH ≥ 25 mm²
** geometrische Mittelwerte des SRH
Bei Kindern im Alter von 3 bis 8 Jahren wurden die Seroprotektionsrate*, die Serokonversionsrate* und der Serokonversionsfaktor** in Bezug auf Anti-HA-Antikörper gegen H5N1 A/Vietnam/1194/2004 mittels SRH (single radial hemolysis) bestimmt und sind nachstehend angegeben:

Anti-HA-Antikörper

21 Tage nach der 1. Dosis

21 Tage nach der 2. Dosis

Seroprotektionsrate

54% (KI: 44-65)

100% (KI: 96-100)

Serokonversionsrate

56% (KI: 45-66)

100% (KI: 96-100)

Serokonversionsfaktor

3,34 (2,74-4,06)

15 (13-17)

* gemessen mit SRH ≥ 25 mm²
** geometrische Mittelwerte des SRH
Bei Jugendlichen im Alter von 9 bis 17 Jahren wurden die Seroprotektionsrate*, die Serokonversionsrate* und der Serokonversionsfaktor** in Bezug auf Anti-HA-Antikörper gegen H5N1 A/Vietnam/1194/2004 mittels SRH (single radial hemolysis) bestimmt und sind nachstehend angegeben:

Anti-HA-Antikörper

21 Tage nach der 1. Dosis

21 Tage nach der 2. Dosis

Seroprotektionsrate

59% (KI: 48-69)

100% (KI: 96-100)

Serokonversionsrate

57% (KI: 46-67)

99% (KI: 94-100)

Serokonversionsfaktor

3,87 (3,25-4,61)

14 (12-16)

* gemessen mit SRH ≥ 25 mm²
** geometrische Mittelwerte des SRH
Unterstützende Studien
In zwei Dosisfindungsstudien erhielten 78 Erwachsene einen adjuvantierten Muster-Impfstoff (H5N3 oder H9N2).
Im Abstand von drei Wochen wurden zwei Dosen des Impfstoffes mit dem Stamm H5N3 (A/Duck/Singapore/97) in 3 verschiedenen Dosierungen (7,5, 15 und 30 μg HA/Dosis) verabreicht.
Serumproben wurden auf ihre Immunogenität gegen das ursprüngliche H5N3 und eine Reihe von H5N1-Isolaten untersucht.
Die im SRH-Test gemessene serologische Immunantwort belegte, dass nach zwei Injektionen von 7,5 μg 100% der Probanden eine Seroprotektion und 100% eine Serokonversion erreichten. Der adjuvantierte Impfstoff vermittelte darüber hinaus aufgrund einer entsprechenden Antikörperbildung eine Kreuzprotektion gegen 2003 und 2004 isolierte H5N1-Stämme, die im Vergleich zu den ursprünglichen Stämmen eine gewisse Antigenverschiebung aufweisen.
Im Abstand von vier Wochen wurden zwei Dosen eines Impfstoffes mit dem Stamm H9N2 (A/Chicken/Hong Kong/G9/97) in 4 verschiedenen Dosierungen (3,75, 7,5, 15 und 30 μg HA/Dosis) verabreicht. Die mittels Hämagglutinationshemmtest (HAH) gemessene serologische Immunantwort belegte, dass nach zwei Injektionen von 7,5 μg 92% der Probanden eine Seroprotektion und 75% eine Serokonversion erreichten.

Pharmakokinetik

Nicht zutreffend.

Präklinische Daten

Es liegen keine präklinischen Studien (insbesondere Reproduktions- und Entwicklungstoxizität ) mit Focetria vor.
Nichtklinische Daten aus konventionellen Untersuchungen zur Wirksamkeit und Toxizität bei wiederholter Anwendung des Muster-Impfstoffes (MF59C.1-adjuvantierter H5N1-Impfstoff) sowie eines saisonalen MF59C.1-adjuvantierten Impfstoffs zur toxischen Auswirkung auf Fortpflanzung und Entwicklung lassen keine besondere Gefahr für den Menschen erkennen.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf Focetria nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.
Haltbarkeit
Focetria ist im Kühlschrank bei +2°C bis 8°C zu lagern. Nicht einfrieren. Focetria sollte vor Licht geschützt in der Originalpackung aufbewahrt werden. Der Impfstoff darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden. Der Impfstoff soll für Kinder unerreichbar aufbewahrt werden.
Hinweise für die Handhabung
Der Impfstoff ist erst zu verwenden, wenn er Zimmertemperatur erreicht hat.
Fertigspritze: Vor Gebrauch vorsichtig schütteln.
Mehrdosenbehälter: Vor jedem Aufziehen einer Dosis (0,5 ml) des Impfstoffes in eine Spritze die Mehrfachdosen-Durchstechflasche vorsichtig schütteln.
Obwohl Focetria in der Mehrfachdosen-Durchstechflasche ein Konservierungsmittel enthält, um das Wachstum von Mikroorganismen zu hemmen, liegt es in der Verantwortung des Anwenders, das Risiko einer Kontamination der Mehrfachdosen-Durchstechflasche während jeder Dosisentnahme zu minimieren.
Datum und Zeitpunkt der ersten Dosisentnahme auf dem Etikett der Durchstechflasche vermerken.
Zwischen den Anwendungen ist die Mehrfachdosen-Durchstechflasche bei der empfohlenen Temperatur zwischen 2° und 8°C aufzubewahren. Die Mehrfachdosen-Durchstechflasche ist vorzugsweise innerhalb von 24 Stunden nach der Erstentnahme aufzubrauchen.
Es sind auch vorläufige Daten verfügbar, die darauf hinweisen, dass die Mehrfachdosen-Durchstechflaschen bis zu maximal 72 Stunden nach der Erstentnahme aufgebraucht werden können, obwohl ein derart langer Aufbewahrungszeitraum nicht die bevorzugte Option sein sollte.
Nicht verwendeter oder aufgebrauchter Impfstoff soll gemäss Richtlinien entsorgt werden.

Zulassungsnummer

61251 Fertigspritze (Swissmedic).
61252 Mehrdosenbehälter (Swissmedic).

Packungen

Packung mit 10 Fertigspritzen à 0,5 ml [B]
Mehrfachdosenbehältnis à 5 ml (Durchstechflasche mit Stopfen) mit 10 Dosen zu 0.5 ml [B]

Zulassungsinhaberin

Novartis Pharma Schweiz AG, Risch; Domizil 6343 Rotkreuz.

Stand der Information

August 2010.

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